Mai 04

Frau Erika Knobloch versucht bereits seit 1999 eine Parkerleichterung auf einem Behindertenparkplatz zu bekommen. Sie ist aufgrund eines angeborenen Hüftleidens schwer behindert und ihr Auto ist die einzige Möglichkeit einer selbständigen Fortbewegung… Unglaublich, aber alle Anträge auf eine für Erika Knobloch lebensnotwendige Parkerkleichterung sind seit 1999 immer wieder abgelehnt worden. Auch die Anträge auf den sogenannten „Sachsenerlass“ (seit 01.09.1999 Gültigkeit in ganz Deutschland) wurden mit dem letzten Bescheid vom 23.02.2010 das 4. Mal abgelehnt… Man stelle sich vor, was da wohl ein Crohn- oder Colitis-Patient zu kämpfen hat?

Den ganzen Artikel findet sich auf nischenthema.de.

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Apr 30

Die WC-Problematik bei den SBB erreicht einen neuen Höhepunkt: Eine Passagierin musste sich in einem Zwischenabteil erleichtern, weil alle WCs im Eurocity gesperrt waren. Wie kann so etwas passieren?

Ich verzichte auf  meinen Kommentar… hier kann man den ganzen Artikel lesen: Link zum Artikel im Tagesanzeiger. Es gibt dort inzwischen über 100 Kommentare zum Thema.

Wenn das WC-Symbol nur noch rot statt grün leuchtet, ist ein ausserplanmässiger Halt möglich: Blick in ein SBB-Zugsabteil. Bild: Keystone
Wenn das WC-Symbol nur noch rot statt grün leuchtet, ist ein ausserplanmässiger Halt möglich: Blick in ein SBB-Zugsabteil. Bild: Keystone

 

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Mrz 09

Der Grosse Stadtrat von Luzern hat am 4. März 2010 entschieden: Der “Masterplan öffentliche WC-Anlagen” wird gutgeheissen…

Wieviele öffentliche Toiletten braucht eine Stadt? Wie modern müssen diese Toiletten sein? Wer profitiert von Toiletten in den Quartieren und  Naherholungsgebieten? Gehören öffentliche Toiletten zum “Service Public”?

In der Stadt Luzern hat das Parlament entschieden, die Anzahl der  öffentlichen Toiletten zu reduzieren und im Gegenzug neue und modernere Anlagen zu errichten. Leider findet man dann statt jetzt 40 nur noch rund 24 öffentliche Toiletten in Luzern… Bei dem Beschluss hat kein Politiker an die vielen Leute gedacht, die unbedingt auf öffentliche Toiletten angewiesen sind: ältere Menschen, Frauen mit Kindern, Leute mit Blasenproblemen und Patienten mit Crohn oder Colitis. Für uns Crohn- und Colitis-Patienten ist die Schliessung von WC-Anlagen logischerweise unverständlich.

Die SMCCV hat versucht, sich dagegen zu wehren. Wir haben dabei auch die neuen Möglichkeiten der Vernetzung genutzt (Internet, Facebook, Twitter)… So gibt es seit 2009 die Facebook-Gruppe “Nette Toilette – Schweiz” mit über 200 Mitgliedern. Über den Twitter-Account “smccv” haben wir auf unser Anliegen hingewiesen und in unserem Blog wurde ein Leserbrief veröffentlicht, den die Neue Luzerner Zeitung aufgrund einer “Hausregel” nicht veröffentlichen wollte. Wir konnten unsere Meinung in der Zeitung und im Lokalfernsehen kundtun – doch leider hat alles nichts gefruchtet. Die Parlamentarier haben entschieden und viele öffentliche Toiletten werden geschlossen.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: in der ganzen Diskussion haben wir die Stadt Luzern mehrmals auf die sogenannte “Nette Toilette” hingewiesen. Restaurants und Läden stellen dabei ihre Toiletten öffentlich zur Verfügung und im Gegenzug erhalten diese von der Stadt einen Zuschuss. Gemäss Aussagen eines Stadtrates wird das Projekt weiterverfolgt… und wir erhalten vielleicht mal ein flächendeckendes Netz an frei zugänglichen Toiletten…

Der Grosse Stadtrat von Luzern,
nach Kenntnisnahme vom Bericht und Antrag 47 vom 11. November 2009 betreffend

Masterplan öffentliche WC-Anlagen der Stadt Luzern,

gestützt auf den Bericht der Baukommission,
in Anwendung von Art. 13 Abs. 1 Ziff. 2, Art. 29 Abs. 1 lit. c, Art. 61 Abs. 1, Art. 68 Ziff. 2 lit. a
und Art. 69 lit. a Ziff. 3 der Gemeindeordnung der Stadt Luzern vom 7. Februar 1999 sowie
Art. 87 des Geschäftsreglements des Grossen Stadtrates vom 11. Mai 2000,

beschliesst:

I. Für die Umsetzung des Masterplans öffentliche WC-Anlagen der Stadt Luzern wird ein
Rahmenkredit von Fr. 2’500’000.– bewilligt.

II. Die Motion 341, Trudi Bissig-Kenel namens der FDP-Fraktion, vom 26. November 2007:
„Moderne WC-Anlagen entsprechen einem wichtigen Bedürfnis“, wird als erledigt abgeschrieben.

III. Der Beschluss gemäss Ziffer l unterliegt dem fakultativen Referendum.

Luzern, 4. März 2010
Namens des Grossen Stadtrates von Luzern

Marcel Lingg, Ratspräsident

Hans Büchli, Leiter Seketariat Grosser Stadtrat

StadtLuzern
Grosser Stadtrat

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Feb 03
Leider wird der folgende Leserbrief nicht veröffentlicht, da bereits am vergangenen Samstag ein Brief von mir veröffentlicht wurde. Ich habe Verständnis für diese “Hausregel” der NLZ. Doch am 04.03. wird das Stadtparlament über den WC-Masterplan entscheiden und wir sollten das Thema doch ein wenig beeinflussen.
Also, du willst doch helfen, oder?

Schreib einen Leserbrief zum Thema Nette Toilette!

Unterstütze mit deinem Leserbrief die Nette Toilette in der Schweiz!
Die Nette Toilette existiert noch nirgends in der Schweiz und wenn wir da ein wenig pushen, wäre doch Luzern dank deiner Hilfe mal sowas wie ein Pionier, oder?

Danke für deine Unterstützung!!!

Bruno

Facebook-Gruppe

Hier der Leserbrief, der nicht veröffentlicht wird:

Abschaffung aller öffentlichen Toiletten!

Der Stadtrat beantragt, für die Umsetzung des “Masterplans öffentliche WC-Anlagen” einen Rahmenkredit von Fr. 2’500’000.– zu bewilligen. In der Medienmitteilung vom 25.01. wird gesagt, dass die Stadt Luzern mit “29 modernen, sauberen und sicheren öffentlichen WC-Anlagen bestückt” werden soll. Wenn man aber den Masterplan genau liest, sind lediglich rund 8 neue WC-Anlagen geplant. Viele andere Toiletten werden “beobachtet, ev. saniert oder eher aufgehoben”. Der Grosse Stadtrat wird also am 04.03.2010 über 8 neue WC-Anlagen und ein paar Sanierungen abstimmen – für 2,5 Mio Franken.
Die geplanten neuen Toiletten (und Sanierungen) bedeuten Investitionen von 2,5 Mio. Franken.
Die Pflege und Wartung gemäss Masterplan ist mit Fr. 360’000 jährlich immer noch enorm teuer.
Die insgesamt rund 24 Standorte sind zuwenig und nur zentral vorhanden.

Ich schlage eine radikale Lösung vor: nach einer Anlaufzeit der “Netten Toilette” die Abschaffung von allen öffentlichen Toiletten (ausser natürlich die Behinderten-Toiletten mir Eurokey)! Es gibt nur noch die “Netten Toiletten”. Mit diesem Konzept könnte die Stadt sehr viel Geld sparen, die Restaurants und Läden hätten mehr Kunden und der Vandalismus von öffentlichen Toiletten wäre vorüber. Der Aufwand für die Nette Toilette ist gering und bei dieser Lösung gewinnen einfach alle!

Kosten für die Stadt: pro Nette Toilette höchstens Fr. 1’200.– jährlich an Pflege- und Unterhalt für die Läden und Restaurants. Dies ergibt pro Jahr für beispielsweise 30 Toiletten Fr. 36’000.– an Pflege und Wartungskosten – ein Bruchteil der geplanten Kosten aus dem Masterplan! Der Betrag reicht gerade mal für zwei öffentliche Toiletten jährlich… Die Kosten sind also angesichts der heutigen Finanzlage ein überzeugendes Argument.

Der Restaurant- oder Ladenbesitzer erhält eine Entschädigung für seine bereits bestehenden Toiletten und – sogar den einen oder andern neuen Kunden!

Die Bevölkerung kann über die ganze Stadt verteilt Toiletten benutzen. Diese sind sauber und gepflegt. Sie befinden sich an Orten, wo man keine Angst zu haben braucht und sie sind auch bis spät in die Nacht geöffnet.

In Deutschland funktioniert das System in über 90 Städten erfolgreich! Im Masterplan wurde jedoch lediglich die Stadt Konstanz erwähnt…

Probleme, die die Stadt Luzern im Masterplan beschreibt:

Jedes Unternehmen kann selber über eine Beteiligung entscheiden und dadurch sei die optimale Verteilung nicht gewährleistet. Ich sage: jedes Unternehmen ist interessiert, seine Kunden an sich zu binden und wird da mitmachen, erst recht gegen eine Entschädigung. Im übrigen ist die optimale Verteilung mit dem Masterplan sowieso nicht gewährleistet.

Begrenzte Öffnungszeiten der Betriebe: die Kontinuität ist gewährleistet, denn es haben ja nicht alle Gaststätten gleichzeitig Ferien.

Jederzeitige Rückzugsmöglichkeit der Restaurants: einmal eingeführt, wird kein Restaurant seine Kunden enttäuschen und die Nette Toilette wieder abschaffen.

Und hier noch ein paar interessante Links zu deutschen Städten:

Die erste Stadt war meines Wissens Aalen (66’000 Einwohner, siehe http://www.aalen.de/sixcms/detail.php?id=12877&_bereich=6). In Aalen gibt es neben ein paar Behinderten-Toiletten nur noch die “Netten”.

Ebenfalls eine grosse Stadt ist Tübingen (85’000 Einwohner, siehe http://www.tuebingen-info.de/nettetoilette.htm). Auch hier nur noch wenigen öffentliche und mehr “Nette”.

Oder Heidelberg mit 140’000 Einwohnern (http://www.heidelberg.de/servlet/PB/menu/1202778_l2/index.html).

Es gibt noch viele weitere Beispiele. Insbesondere habe ich keine negativen Beispiele gefunden…

Sep 28

Hey, mach mit und filme deinen Crohn- oder Colitis-Alltag!


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Coole Beispiele von Crohn- und Colitis-Patienten hier: http://www.crohnjuwelen.nl/ (holländisch).

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Video-Tipps hier: http://www.bloggerpatenschaften.de/wie-erstelle-ich-eigentlich-videobotschaften/trackback/

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Sep 25

Heute haben wir Post (siehe da PDF Rückmeldung) von der Stadt Luzern erhalten. Unsere Anliegen wurden geprüft und entgegengenommen. “Einige aufgeführte Punkte und Vorschläge werden wir im Masterplan bzw. im Bericht und Antrag berücksichtigen und einfliessen lassen…”. Gemäss der Rückmeldung der Stadt Luzern wird folgendes berücksichtigt:

  • Toilette beim Ruderzentrum Rotsee wird überprüft und bleibt vorläufig bestehen. Umbgebung gilt als Entwicklungsgebiet.
  • Toilette bei der Musikhochschule Dreilinden (Konservatorium) wird überprüft und bleibt vorläufig bestehen.
  • Toilette beim Carl-Spittelerquai wird überprüft und bleibt vorläufig bestehen. Neuer Standort wird im Rahmen der Entwicklung überprüft.
  • Toilette Kreuzstutz wird überprüft und bleibt vorläufig bestehen. Neuer Standort wird im Rahmen der Entwicklung überprüft.
  • Für VBL-Endstationen (3) ist die Übergabe und Nutzung sowie Unterhalt an die VBL geplant. Es wird ein Eurokey-Zugang abgeklärt.
  • Bei der SGV-Landestelle wurde ein WC-Anlage für Behinderte realisiert.
  • Bessere Beschriftung und Beleuchtung ist ebenfalls Teil der Investionen des Masterplans.

Ein paar aus unserer Sicht ganz wichtige öffentliche Toiletten werden demzufolge geschlossen (in Klammern nur jeweils ein Argument für den Erhalt):

  • Carpark Landenberg (Chauffeure?)
  • Alpenquai Seepark (grosse Menschenmengen im Sommer)
  • Bundesplatz (Ausgang Stadt Richtung Langensand/Neustadt)
  • Bleichergarten (Naherholungsgebiet / Spielplatz)
  • Eichhof (Einzugsgebiet Allmend, Altersheime Eichhof/Steinhof)
  • Geissmatt (Spaziergänger entlang Reuss…)
  • Maihof Schulhaus (Fussgänger Alterszentrum Rosenberg und Spital)
  • Zwyssigplatz (Altersheime Unterlöchli, Wesemlin)
  • Lido Carparkplatz (Car-Chauffeure)
  • Churchill-Quai (Naherholungsgebiet)

Leider war nirgends ein Hinweis über die Unterstützung der “Netten Toilette”…

Nette Toilette – auch in der Schweiz!

Nette Toilette - auch in der Schweiz!

Link zu 10vor10

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Sep 18

Kommentar folgt :-) , danke auf jeden Fall dem Schweizer Fernsehen und dem Team von 10vor10 für die Unterstützung!

In Facebook gibt es bereits eine “Nette Toilette” – Gruppe! Danke an Thomas Senn für die Gründung!

“Nette Toilette” für Luzern? (Artikel in der NLZ Neue Luzerner Zeitung vom 21.09.2009).

 

Nette Toilette - auch in der Schweiz!

Nette Toilette - auch in der Schweiz!

Link zu 10vor10

Sep 16

In der Neuen Luzerner Zeitung vom 16.09.2009 wurden die drei Kandidaten für den Stadtrat zu verschiedenen Themen befragt (die Wahl findet am 27.09.09 statt).  Die für uns interessanteste Frage bzw. die entsprechende Antwort darauf war:

Soll die Zahl öffentlicher Toiletten aus- oder abgebaut werden?

 

Hier die Antworten – die (fast) durchaus in unserem Sinn sind…

 

Beat Stocker:

Beat Stocker

Beat Stocker

Bei öffentlichen Toiletten sollte nicht gespart werden. Das ist kein Leistungsabbau für eine kleine Gruppe, sondern für alle. Bereits das Angebot in Littau, mit zwei WC, ist sehr begrenzt und müsste erweitert werden.

 

 

 

Stefanie Wyss:

Stefanie Wyss

Stefanie Wyss

Wenn man die Reaktionen sieht, muss man das Angebot eher ausbauen. Das Bedürfnis zum Beispiel von Familien mit Kindern ist sicher gegeben. Es gibt in andern Städten gute Systeme, etwa in Paris, die man übernehmen könnte. Die sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, aber günstiger im Unterhalt.

 

 

 

Stefan Roth:

Stefan Roth

Stefan Roth

Es braucht dort öffentliche Toiletten, wo es auch Leute hat. Dass sich dies auf die Kernstadt konzentriert, ist für mich logisch. In Littau haben wir nur zwei öffentliche WC, und in den letzten paar Jahren sind keine weiteren Anliegen an den Gemeinderat gekommen. Aber auch hier muss man genau schauen, wie sich die beiden Ortsteile entwickeln.

 

 

 

Dann warten wir doch mal die Wahlen ab – und beobachten genau weiter…

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Aug 27

Die geplante Schliessung von öffentlichen Toiletten in Luzern ist nicht nur aus unserer Sicht fragwürdig. Es gibt einige Leserbriefe zum Thema und ich danke allen, die sich für Patienten, Rentner und Behinderte einsetzen!

Wenn auch Sie uns unterstützen wollen, melden Sie sich bei uns – oder schreiben doch auch Sie einen Leserbrief!

Schreiben auch Sie einen Leserbrief!

Schreiben auch Sie einen Leserbrief!

Danke folgenden Leserbriefschreibern!

Bruno Raffa, SMCCV
Rosmarie Sigrist, Luzern
Hans Peter Lüthi, Ebikon
Werner Häfliger, Kriens
Heidy Rieder-Pfister, Luzern
Raoul Bussmann, Luzern

Links zu den Leserbriefen:

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Aug 18

Die Stadt Luzern hat am 17.08.2009 zur Info-Veranstaltung über den geplanten WC-Abbau eingeladen. Es geht letztendlich darum, wie im Masterplan der Stadt beschrieben, die WC-Anlagen von heute 40 auf rund 24 zu reduzieren.

WC-Anlage: muss abgebrochen werden

WC-Anlage: muss abgebrochen werden

An der Info-Veranstaltung war ich anwesend und habe selbstverständlich für Menschen mit Crohn/Colitis aber auch für Menschen mit Blasenschwäche oder älteren Menschen gesprochen. Heute steht im Zisch, dass nur die Patientenvereinigung SMCCV den Masterplan kritisiert habe. Wir sind aber überzeugt, dass sich andere Betroffene und Organisationen im weiteren Vernehmlassungsverfahren kritisch zum geplanten WC-Abbau in der Stadt Luzern äussern werden.

WC-Anlage: auch diese muss abgebrochen werden

WC-Anlage: auch diese muss abgebrochen werden

Das Gebäudemanagement verstehe unsere Anliegen, müsse aber auf die Mehrheit der Leute eingehen. Nur, was ist die Mehrheit der Leute? Wieviele Menschen leiden an Krankheiten wie Blasenschwäche, Reizdarm, Crohn/Colitis? Es handelt sich hier nicht um Minderheiten wie man meinen könnte:

  • Reizdarmsyndrom: ca. 20% der Bevölkerung (= 14’000 Luzerner)
  • Blasenschwäche: ca. 6% der Bevölkerung (= 4’200 Luzerner)
  • Crohn/Colitis: ca. 0,3% der Bevölkerung (= 210 Luzerner)
  • Ältere Menschen, die nicht mehr so beweglich sind (über 21% der Luzerner ist über 65jährig!) -> übrigens ist diese Zahl höher als in andern Städten (siehe www.lustat.ch)

Die Schliessung von WC-Anlagen ist für uns Patienten angesichts unserer Symptome unverständlich. Selbstverständlich begrüssen wir jede Erneuerung von WC-Anlagen. Jedoch gerade auch in den Aussenquartieren und Parkanlagen sind öffentliche Toiletten notwendig.

Die Umfrage von Zisch zum Thema: für 83% sind weniger Toiletten ein Problem.

Die Umfrage von Zisch zum Thema: für 83% sind weniger Toiletten ein Problem.

Es gäbe viele weitere Lösungsansätze als die Schliessung von Toiletten. Warum wurde im Masterplan beispielsweise die “Nette Toilette” nicht gründlicher geprüft? Dieses System wird in vielen deutschen Städten mit Erfolg angewendet. Restaurants und Läden stellen ihre Toiletten öffentlich zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie von der Stadt einen Zuschuss. Das Ziel, eine quantitative und qualitative Verbesserung des Angebots an kostenlosen, öffentlichen Toiletten im innerstädtischen Bereich kann auch so erreicht werden. Man könnte auf teure Chromstahltoiletten verzichten, mit dem Geld Toiletten in den Quartieren modernisieren und diese auch behindertengerecht ausrüsten.

Moderne WC-Anlage

Moderne WC-Anlage

Links:

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Aug 04

Der Aufwand eines solchen Toiletten-Tests ist nicht ohne :-) . Doch es geht weiter und ich hoffe, dass sich weitere daran beteiligen werden. Es gibt ja noch andere Städte mit öffentlichen WC-Anlagen. Übrigens, hier kann man schnell und einfach Toiletten bewerten: Toilettensuchmaschine. Funktioniert weltweit via Google Maps, einfach Ort eingeben und bewerten. Man kann dort folgende Kriterien bewerten: Sauberkeit, Wartezeit, Ausstattung und Personal. Achtung: die Bewertung erfolgt nach deutschem System also: 1 ist die beste Note, 6 die schlechteste.

Hirtenhof VBL-Endstation

WC-Anlage Hirtenhof VBL-Endstation, Abbruch oder Übergabe an VBL, 2010

WC-Anlage Hirtenhof VBL-Endstation, Abbruch oder Übergabe an VBL, 2010

Diese WC-Anlage befindet sich an der VBL-Endstation “Hirtenhof”. Eine “verchromte” Anlage und daher nicht meine Vorliebe – wenn man denn hier von Vorlieben sprechen kann. Chromstahl ist vielleicht einfach zu reinigen, doch man sieht sofort jeden Fleck. Die Toilette war sauber (Mittagszeit). Kein Gestank und auch sonst nichts zu meckern. Geplant ist laut Masterplan die Übergabe an die VBL – sonst droht der Abbruch der Anlage. Ich bin ja gespannt, was die VBL (Verkehrsbetriebe Luzern) dazu meint. Weitere Bilder zu dieser WC-Anlage finden Sie hier.

Richard Wagner Museum

WC-Anlage Richard Wagner Museum - Abbruch gesamte Anlage 2015

WC-Anlage Richard Wagner Museum - Abbruch gesamte Anlage 2015

Das Richard Wagner Museum ist ein wunderschöner Ort zum Verweilen. Es handelt sich um die ehemalige Wohnstätte von Richard Wagner und es wurde dort ein Museum eingerichtet, das an das Leben und Werk des berühmten Komponisten erinnert. Im Sommer kann man im SommerCafé (bei schönem Wetter) den Platz vor dem Museum in vollen Zügen geniessen. Und falls man nach dem Café ein Bedürfnis verspürt, ist neben dem Museum (bis jetzt noch) eine öffentliche Toilette. Diese soll bis im Jahr 2015 abgebrochen werden mit dem Hinweis, dass in unmittelbarer Nähe eine neue Anlage “Typ 2″ geplant sei. Was unmittelbare Nähe bedeutet wird sich zeigen. Ältere, behinderte und kranke Menschen wird das besonders interessieren. Die Anlage ist nach meiner Meinung in bester Ordnung. Wahrscheinlich müsste man diese nur noch behindertengerecht umbauen. Weitere Bilder hier.

Turnhalle Wartegg-Tribschen

 

WC-Anlage Turnhalle Wartegg-Tribschen, Neu

WC-Anlage Turnhalle Wartegg-Tribschen, Neu

Hier handelt es sich um eine total neue WC-Anlage. Die Toilette ist noch nicht angeschrieben und ich habe auch nur eine einzige gefunden. Positiv: kein Chromstahl und sehr geräumig, also auch rollstuhlgängig. Weitere Bilder hier.

Also, falls ihr auch WC testet oder sonst eine wichtige Mitteilung in diesem Zusammenhang habt: meldet euch! Schreibt einen Kommentar oder schickt mir eure Tests! Danke im Namen derer, die ständig dringend auf Toiletten angewiesen sind (z.B. Crohn- oder Colitis-Patienten, ältere Menschen mit Inkontinenz-Problemen, usw.).

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Jul 25
Aarau: Oberer Turm

Aarau: Oberer Turm

Ich war heute in Aarau bummeln und selbstverständlich habe ich – wie jeder Crohn- oder Colitis-Patient – speziell auf die öffentlichen WC-Anlagen geachtet. Als es soweit war und ich eine Toilette benötigte, fand ich ohne langes Suchen bald eine moderne WC-Anlage. Leider gibt es nirgends Wegweiser zu den Toiletten, ich musste mich kurz durchfragen.

WC-Anlage Aarau - wow, modern!

WC-Anlage Aarau - wow, modern!

Der “Eintritt” in die WC-Anlage kostet 50 Rappen. Also, rein mit dem Geld und Türe öffnen. Drinnen empfängt mich ein beissender Geruch (nicht Urin) und der Boden ist eklig nass. Ich frage mich, was das ist und bemerke dann, dass es sich um eine selbstreinigende Toilette handelt. Drinnen ist es auch dementsprechend sauber. Es fehlt aber eine Klo-Brille und das wichtigste überhaupt: es findet sich nirgends WC-Papier! Somit ist dieses WC nicht für das grosse Geschäft geeignet – und ein entsprechender Hinweis habe ich draussen nicht gefunden. Zum Glück habe ich immer mein “Notfallset” dabei (Papier-Taschentücher und Feuchttücher).

Alles in allem: das WC ist sauber und besteht nicht nur aus Chromstahl (was viele Menschen nicht angenehm finden z.B. wegen den Flecken). Es fehlt aber Klo-Papier und ohne das ist diese Toilette ziemlich nutzlos… Ebenfalls störend die fehlende WC-Brille. Positiv wieder: es gibt eine Notfall-Taste.

Ich muss sagen: lieber ein altmodisches WC mit Klobrille und WC-Papier wie z.B. eines in Luzern – das es ab 2010 nicht mehr geben soll.

WC-Anlage Aarau - Eintritt 50 Rappen

WC-Anlage Aarau - Eintritt 50 Rappen

WC-Anlage Aarau - Türe ist offen

WC-Anlage Aarau - Türe ist offen

WC-Anlage Aarau - Schüssel ohne Klobrille

WC-Anlage Aarau - Schüssel ohne Klobrille

WC-Anlage Aarau - Wo ist das WC-Papier?

WC-Anlage Aarau - Wo ist das WC-Papier?

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Jul 25

Nachdem die Stadt Luzern 27 öffentliche Toiletten schliessen möchte, habe ich mir mal den Masterplan runtergeladen und durchgelesen. In diesem sind alle WC-Anlagen der Stadt Luzern aufgelistet. In der Liste findet man dann auch was mit den entsprechenden WC-Anlagen passieren soll (Schliessung, Abbruch, Sanierung, neue Anlage, usw.). Mich interessieren natürlich vor allem jene WC-Anlagen, die geschlossen werden sollen. So habe ich mir vorgenommen, alle diese Toiletten zu besuchen und mir persönlich eine Meinung zu bilden.

Heute habe ich vier WC-Anlagen in Luzern besichtigt, die gemäss Masterplan bis im Jahr 2010 aufgehoben werden sollen. Es handelt sich um die Toiletten Churchill-Quai, Lido Carparkplatz, Musikhochschule Dreilinden und Zwyssigplatz.

Churchill-Quai

 

WC-Anlage Churchill-Quai Luzern - Aufhebung geplant 2010

WC-Anlage Churchill-Quai Luzern - Aufhebung geplant 2010

Die Anlage macht einen guten Eindruck. Selbstverständlich nicht modern und ohne Chrom. Ist jedoch sehr sauber und auch gut frequentiert. In der halben Stunde, die ich am See verbrachte, habe ich mindestens 5 Personen gesehen, die die Toilette benutzt habe. Die – meist älteren – Menschen, die ich zu der bevorstehenden Schliessung befragt habe, waren nicht besonders begeistert darüber. Die Frage war insbesonders wie soll ich als Behinderter oder älterer Mensch diesen schönen Teil von Luzern geniessen, wenn ich weiss, dass die nächste Toilette ungefähr ein Kilometer weit weg ist (Lido im Sommer, Verkehrshaus ganzes Jahr)? Mehr Bilder zu dieser WC-Anlage finden Sie hier.

Lido Carparkplatz

WC-Anlage Lido Carparkplatz - gesamte Toilette wird abgebrochen. 2010

WC-Anlage Lido Carparkplatz - gesamte Toilette wird abgebrochen. 2010

Dieses kleine Häuschen ist in einem sehr guten Zustand. Auch hier: nichts modernes und keine Chrombestandteile. Ein einfaches und dem Nutzen entsprechendes WC. Es ist sauber und ich hatte keine Probleme, es auch zu benutzen… Auf dem Parkplatz hatte es mindestens fünf Cars und ich gehe davon aus, dass die Chauffeure und auch Touristen froh um diese Toilette sind. Die nächsten WC-Anlagen sind im Lido (Sommer) oder Verkehrshaus (oder eben Churchill, wenn nicht aufgehoben). Wahrscheinlich kann man aber auch das Restaurant ganz in der Nähe benutzen (Fragen kostet ja nichts). Nach meiner Meinung ist auch hier der Abbruch nicht nötig und diese Toilette ist ein echtes Bedürfnis. Auch hier gibt es mehr Bilder dazu.

Musikhochschule Dreilinden

WC-Anlage Musikhochschule Dreilinden - Schliessung 2010

WC-Anlage Musikhochschule Dreilinden - Schliessung 2010

Der wunderschöne englische Park mit vielen alten Bäumen und sogar einer Höhle! Eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt! Ein Paradies – wenn wir denn die Möglichkeit haben, unser Geschäft auf anständige Weise zu verrichten. Auch diese Anlage ist eine alte Anlage, aber dem Nutzen entsprechend. Was braucht es mehr? Und warum soll man diese WC-Anlage aufheben? Ich denke, sogar für einen “Nicht-Kranken” ist es ein Problem, wenn es dort keine Toiletten mehr geben sollte. Ein paar Bilder dazu finden Sie wieder hier.

Zwyssigplatz

WC-Anlage Zwyssigplatz Luzern - Soll 2010 geschlossen werden.

WC-Anlage Zwyssigplatz Luzern - Soll 2010 geschlossen werden.

Dieses kleine WC-Häuschen an der Bushaltestelle ist sauber, zweckmässig und sogar ein wenig renoviert worden. Für die Chauffeure der VBL und die wartenden Fahrgäste oder Passanten sicher eine weitere Möglichkeit, sich zu erleichtern. Im übrigen gibt es im Quartier keine Ausweichmöglichkeit. Ausser vielleicht hinter einem Auto auf dem Parkplatz gegenüber… Hier ein paar Bilder vom Zwyssigplatz.

Fazit

Diese ersten vier von mir persönlich besichtigten Toiletten sind zwar nicht modern und nicht behindertengerecht, sie sind jedoch sehr zweckmässig und sauber. Sie stinken nicht und können auf alle Fälle bedenkenlos benutzt werden. Wenn sie nicht mehr da sind, werden die Quartiere entwertet. Alle vier Toiletten sind nicht zuwenig benutzt, denn alle sind an Orten, wo viele Menschen vorbeikommen oder sich aufhalten.

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Jul 21

In der Stadt Luzern sollen 27 WC-Anlagen geschlossen werden. Dies zugunsten von “modernen, sauberen und sicheren” WC-Anlagen. Ich würde meinen: Luxus-Anlagen.

Neues WC Luzern

Luxus?

 

Das sind nicht angenehme News für Patienten mit Crohn oder Colitis. Ebenfalls nicht für weitere an Durchfällen und Inkontinenz leidenen Menschen. In der Schweiz sind dies rund 16’000 Menschen, die an Crohn oder Colitis leiden. Noch viel mehr sind es, die am verschwiegenen Leiden der Blasenschwäche leiden: laut der Schweiz. Gesellschaft für Blasenschwäche sind dies über 400’000 Menschen in der Schweiz!

Auslöser für den Masterplan war die Motion «Moderne WC-Anlagen entsprechen einem wichtigen Bedürfnis», die die FDP-Fraktion im November 2007 eingereicht hatte. Sie forderte unter anderem die Modernisierung und der bedürfnisgerechte Ausbau der städtischen WC-Anlagen. Die im Bericht enthaltene Bestandsaufnahme der rund 40 öffentlichen WC-Anlagen zeigt, dass im Stadtzentrum verhältnismässig zu wenige WC-Anlagen vorhanden sind. Zudem seien viele überdimensioniert, in einem schlechten und veralteten Zustand, nur zum Teil behindertengerecht und schlecht auffindbar, wie die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung schreibt.

Kartenausschnitt aus dem Masterplan «öffentliche WC-Anlagen» der Stadt Luzern

Kartenausschnitt aus dem Masterplan, Rot: aufzuhebende WC-Anlagen

Selbstverständlich sind wir Patienten nicht für eine Reduzierung der WC-Anlagen, wir sind aber auch nicht für eine Erhaltung des Status quo. Scheinbar sind viele der WC-Anlagen veraltet und nicht mehr modern genug. Der Reinigungsaufwand sei enorm. Ebenfalls wird im Masterplan über das schlechte Image der WC-Anlagen gesprochen. Sie würden von der Bevölkerung gemeinhin als unhygienisch und unsicher angesehen. Man benutze sie nur im Notfall, wenn keine Alternative zur Verfügung steht.

Frage dazu: Was benutze ich in Zukunft im Aussenquartier (siehe Karte), wenn nicht mal mehr diese veraltete Alternative zur Verfügung steht?

Es bestehe die Möglichkeit der Zweckentfremdung (wegen Vorräumen) durch Randständige, Drogen, Prostitution, Vandalismus und Sprayereien. Also schliessen wir doch diese WC-Anlagen und die Probleme mit den Randständigen sind gelöst? Liebe Politiker, wenn es doch nur so einfach wäre!

Ein weiteres Argument des Masterplans für die Schliessung: Die Stadt Luzern weise im Vergleich mit anderen Schweizer Grossstädten eine wesentlich höhere Dichte an öffentlichen WC-Anlagen auf. Da müsste man doch mal die Patienten in Zürich oder Basel anfragen: ist es nicht eher so, dass die andern Städte zuwenig WC-Anlagen haben?

Schön auch die definierten Ziele im Masterplan: Das Angebot sei auf den städtischen Normalbetrieb auszurichten. Was ist denn ein Normalbetrieb? Und weiter: Die Möglichkeiten zur Zweckentfremdung sind zu unterbinden. Das heisst also, wenn wir Toiletten schliessen, werden wir keine Zweckentfremdungen mehr haben?

Witzig auch das Ziel der “geschlechterneutralen Anlagen”, d.h. “Gleichstellung der Geschlechter auch in den WC-Anlagen” (sogenannte Unisex-Anlage…)! Also Männer, bitte sitzen beim Pinkeln. Es wird keine Pissoirs mehr geben!

Nun, immerhin wird im Masterplan auch ein Informations- und Mitwirkungsverfahren erwähnt. Während der Erarbeitung des Masterplans sollen zu verschiedenen Zeitpunkten Informations-
und Mitwirkungsverfahren durchgeführt werden. Die städtische Verwaltung sowie externe Organisationen, Verbände und Gruppierungen sollen stufengerecht in den Prozess eingebunden werden und die Inputs fliessen laufend in die Arbeiten ein. Leider hat die SMCCV davon bis jetzt nur aus der Zeitung erfahren. Wir haben daher der Stadt Luzern ein Mail geschrieben. Dieses Schreiben haben wir ebenfalls den wichtigsten Stadt-Parteien sowie einigen Patientenorganisationen zugesandt. Wir sind ja gespannt auf die Möglichkeiten unserer Mitwirkung!

Hier das Mail an die Stadt Luzern:

Sehr geehrter Herr Odermatt

Ich vertrete die Schweizerische Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung – eine Patientenvereinigung mit über 2’000 Mitgliedern in der Schweiz. Von den beiden beiden chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind in der Schweiz rund 16’000 Menschen betroffen. Mehr zu den Krankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa finden Sie beispielsweise auf unserer Homepage: www.smccv.ch.
Ein Symptom, das uns Betroffene ein Leben lang begleitet, sind chronische Durchfälle und eine damit verbundene chronische Inkontinenz im Alltag. Wir sind also dankbar um jedes WC um die Ecke. Die Crohn- und Colitis-Patienten haben daher auch Anrecht auf den sogenannten Eurokey. Dieser ermöglicht den Zugang zu den Behinderten-Toiletten (www.eurokey.ch).
Mit Bedauern haben wir nun von der Medienmitteilung “Masterplan öffentliche WC-Anlagen der Stadt Luzern” Kenntnis genommen. Insbesondere die Schliessung von 13 WC-Anlagen in den Quartieren ist für uns Patienten angesichts unserer Symptome unverständlich. Selbstverständlich begrüssen wir jede Erneuerung von WC-Anlagen. Jedoch gerade auch in den Aussenquartieren sind öffentliche Toiletten notwendig. In der Stadt selbst kann man ja im Notfall in einen Laden oder ein Restaurant gehen, was im Quartier meistens nicht möglich ist.
Sie schreiben in Ihrer Medienmitteilung, dass der Masterplan nun in die Vernehmlassung gehe. Ebenfalls wurden interessierte Vereine usw. angeschrieben und dass man bis Ende August Zeit hätte, Stellung zu nehmen. Können Sie mir dazu bitte folgende Informationen geben:
- Welche Vereine, Organisationen, usw. wurden angeschrieben?
- In welcher Art und Weise könnten wir unsere Patienten effektvoll vertreten?
Vielen Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüsse.

Bruno Raffa

Präsident
(Colitis ulcerosa)

Homepage: www.smccv.ch
Blog: www.blog.smccv.ch
Facebook: www.groups.to/crohncolitis/
Forum: www.smccv.ch/phpbb3/
Twitter: www.twitter.com/smccv
Community: www.wearecrohns.org/swisscrohns

SMCCV
Schweizerische Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung
CH-5000 Aarau
Telefon/Fax: 041 670 04 87
Beratungstelefon: 062 824 87 07

Postcheck-Konto 50-394-6

Update (23.07.2009):

Ein paar kleine Artikel zum Thema in 20 Minuten, Neue Luzerner Zeitung und zentralschweiz news. Die Antwort von der Stadt haben wir ebenfalls erhalten:

 “Danke für Ihre Rückmeldung. Wie ich aus der cc-Liste ersehe, sind darin verschiedene Organisationen und Parteien aufgeführt, die auch auf unserer Verteilliste für die erweiterte Vernehmlassung stehen. Sie werden sich sicher Ihrem Anliegen annehmen. Zudem kann der Masterplan über www.stadtluzern.ch/wc heruntergeladen werden. Freundli…. Bruno Odermatt, Leiter Gebäudemanagement.”

Die Zeitungsartikel sind ja sicher interessant für die Öffentlichkeit, doch nun sollte noch was “gearbeitet” werden. Denn es besteht ja die Möglichkeit, bis Ende August unsere Meinung kund zu tun. Wir haben nun an verschiedene Patientenorganisationen aber auch Politiker folgende Fragen gestellt:

- Was halten Sie grundsätzlich von der Schliessung von WC-Anlagen in der Stadt Luzern?
- Wären Sie bereit, in der Vernehmlassung mit uns zusammenzuarbeiten?
- Bestehen in Ihrer Organisation Kapazitäten, spezielles Wissen für eine solche Vernehmlassung (die SMCCV arbeitet ehrenamtlich)?
- Welche Organisationen sind in die Vernehmlassung involviert?
- Wo finden bereits Diskussionen statt?
- Wie können wir unsere Anliegen wirkungsvoll einbringen?

Wir hoffen sehr, dass wir zusammen mit andern Organisationen etwas erreichen können. Die SMCCV arbeitet nämlich ehrenamtlich – und der gesamte Vorstand leidet auch an Crohn oder Colitis…

Feb 22

Zeitung

Unsere Medien bestimmen entscheidend mit, wie Menschen Krankheiten wahrnehmen. Wird viel über Krankheiten berichtet (z.B. Vogelgrippe), wird die davon ausgehende Bedrohung ziemlich überschätzt – sogar von angehenden Medizinern.

In einer Untersuchung der kanadischen McMaster-Universität sollten Studenten die Gefahren von zehn Krankheiten einschätzen. Davon tauchte eine Hälfte – wie etwa Vogelgrippe, Borreliose oder Sars – regelmässig in den Medien auf, die andere Hälfte – darunter Gelbfieber, Bebesiose oder Tularämie – nicht.

Lasen die Teilnehmer der Studie sowohl Namen als auch Beschreibungen der Erkrankungen, wurde die Krankheit viel objektiver eingeschätzt.

Dies schreiben Psychologen der McMaster Universität in Hamilton im Online-Journal “PLosOne“.

Es wäre also schön, wenn sich die Medien an eine objektivere Berichterstattung gewöhnen würden. Vielleicht auch über andere, seltenere Krankheiten berichten würden… wie z.B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Sicher möchten die Medien lieber Horrormeldungen über die Vogelgrippe. Wer interessiert sich schon für eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die ein ganzes Leben andauert und – nicht tödlich ist?

konchog-wangduAuf der anderen Seite stellt sich da die – verschwörerische – Frage, wer denn die medizinischen Seiten und Berichte in den Medien steuert. Ich denke da an bestimmte Artikel, die von Pharmakonzernen “subventioniert” werden. Selbstverständlich sind wir Patienten froh über jede Berichterstattung, wir müssen schliesslich wissen, wenn es neue Medikamente auf dem Markt gibt…

Fortsetzung folgt :-)

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