Aug 04

Der Aufwand eines solchen Toiletten-Tests ist nicht ohne :-) . Doch es geht weiter und ich hoffe, dass sich weitere daran beteiligen werden. Es gibt ja noch andere Städte mit öffentlichen WC-Anlagen. Übrigens, hier kann man schnell und einfach Toiletten bewerten: Toilettensuchmaschine. Funktioniert weltweit via Google Maps, einfach Ort eingeben und bewerten. Man kann dort folgende Kriterien bewerten: Sauberkeit, Wartezeit, Ausstattung und Personal. Achtung: die Bewertung erfolgt nach deutschem System also: 1 ist die beste Note, 6 die schlechteste.

Hirtenhof VBL-Endstation

WC-Anlage Hirtenhof VBL-Endstation, Abbruch oder Übergabe an VBL, 2010

WC-Anlage Hirtenhof VBL-Endstation, Abbruch oder Übergabe an VBL, 2010

Diese WC-Anlage befindet sich an der VBL-Endstation “Hirtenhof”. Eine “verchromte” Anlage und daher nicht meine Vorliebe – wenn man denn hier von Vorlieben sprechen kann. Chromstahl ist vielleicht einfach zu reinigen, doch man sieht sofort jeden Fleck. Die Toilette war sauber (Mittagszeit). Kein Gestank und auch sonst nichts zu meckern. Geplant ist laut Masterplan die Übergabe an die VBL – sonst droht der Abbruch der Anlage. Ich bin ja gespannt, was die VBL (Verkehrsbetriebe Luzern) dazu meint. Weitere Bilder zu dieser WC-Anlage finden Sie hier.

Richard Wagner Museum

WC-Anlage Richard Wagner Museum - Abbruch gesamte Anlage 2015

WC-Anlage Richard Wagner Museum - Abbruch gesamte Anlage 2015

Das Richard Wagner Museum ist ein wunderschöner Ort zum Verweilen. Es handelt sich um die ehemalige Wohnstätte von Richard Wagner und es wurde dort ein Museum eingerichtet, das an das Leben und Werk des berühmten Komponisten erinnert. Im Sommer kann man im SommerCafé (bei schönem Wetter) den Platz vor dem Museum in vollen Zügen geniessen. Und falls man nach dem Café ein Bedürfnis verspürt, ist neben dem Museum (bis jetzt noch) eine öffentliche Toilette. Diese soll bis im Jahr 2015 abgebrochen werden mit dem Hinweis, dass in unmittelbarer Nähe eine neue Anlage “Typ 2″ geplant sei. Was unmittelbare Nähe bedeutet wird sich zeigen. Ältere, behinderte und kranke Menschen wird das besonders interessieren. Die Anlage ist nach meiner Meinung in bester Ordnung. Wahrscheinlich müsste man diese nur noch behindertengerecht umbauen. Weitere Bilder hier.

Turnhalle Wartegg-Tribschen

WC-Anlage Turnhalle Wartegg-Tribschen, Neu

WC-Anlage Turnhalle Wartegg-Tribschen, Neu

Hier handelt es sich um eine total neue WC-Anlage. Die Toilette ist noch nicht angeschrieben und ich habe auch nur eine einzige gefunden. Positiv: kein Chromstahl und sehr geräumig, also auch rollstuhlgängig. Weitere Bilder hier.

Also, falls ihr auch WC testet oder sonst eine wichtige Mitteilung in diesem Zusammenhang habt: meldet euch! Schreibt einen Kommentar oder schickt mir eure Tests! Danke im Namen derer, die ständig dringend auf Toiletten angewiesen sind (z.B. Crohn- oder Colitis-Patienten, ältere Menschen mit Inkontinenz-Problemen, usw.).

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Jun 23
Schnecke

Foto: Claudia Raffa

Es ist eine Ironie des modernen Lebens. Ständig erleichtern neue Technologien unser Leben, wir haben immer mehr Zeit. Doch diese Zeit nutzen wir nicht, um das Leben zu geniessen. Nein, wir leben hektischer und schnelllebiger als je zuvor.

Das Leben bewegt sich in einem derart schnellen Tempo, dass wir das Gefühl haben, es sei bereits alles vorbei. Bevor wir es richtig genossen haben.

Auch uns als Menschen mit einer chronischen Krankeit wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa geht es nicht besser als den Gesunden. Ständig sind wir irgendwo auf der Suche nach einer Heilung, nach dem neuesten Medikament oder nach der besten Ernährung…

Doch es soll nicht so sein. Lasst uns rebellieren gegen diese Hetze, gegen diesen hektischen Lebensstil. Bremsen wir und geniessen wir unser Leben!

Ein langsameres Tempo bedeutet, sich morgens (ja, trotz Crohn oder Colitis) mehr Zeit zu nehmen – statt ohne Frühstück zur Arbeit zu hetzen. Es bedeutet, sich bei jeder Tätigkeit Zeit zu nehmen, es bewusst zu tun und es zu geniessen. Es bedeutet, raus zu gehen und den Regen zu geniessen. Sich im Gespräch auf das Gegenüber zu konzentrieren, zuzuhören. Statt immer online zu sein, ständig mit dem Blackberry oder iPhone zu spielen. Statt immer an bevorstehende oder unerledigte Aufgaben zu denken. Es bedeutet “Single-Tasking” anstelle von “Multi-Tasking”…

Verlangsamung soll eine bewusste Entscheidung sein und nicht immer einfach. Verlangsamung führt aber zu einer grösseren Wertschätzung des Lebens und bringt ein höheres Mass an Glück.

Und wie soll das nun gehen?

1. Tue weniger! Es ist nicht einfach, auf die Bremse zu treten, wenn du versuchst, eine Million Dinge gleichzeitig zu tun. Entscheide dich bewusst, weniger zu tun – weniger auf einmal zu tun. Konzentrier dich auf das, was wirklich wichtig ist und getan werden muss. Der Rest kann warten. Mach Pausen zwischen verschiedenen Aufgaben und Terminen. So kannst du den Tag gemütlicheren Schrittes gehen.

2. Sei präsent! Es reicht nicht, nur das Tempo zu verlangsamen. Du musst auch bewusst darauf achten, was du gerade tust. Wenn du dich während einer Aufgabe also ertappst, dass du an etwas anderes denkst, was du noch tun sollest oder was du getan hast oder an etwas denkst, was noch passieren könnte oder passiert ist… usw. Dann bring dich sanft zurück in die Gegenwart. Konzentrier dich nur auf das, was jetzt gerade passiert oder was du jetzt gerade tust. Konzentrier dich auf deine Umgebung, auf die Menschen, die jetzt bei dir sind. Das braucht Übung, ist aber von entscheidender Bedeutung.

3. Log dich aus und gehe offline! Sei nicht immer online. Wenn du ein Handy (iPhone, Blackberry, und wie sie alle heissen) bei dir hast: schalt es aus. Noch besser: lass es zuhause. Falls du den ganzen Tag am Computer arbeitest: schalte auch dann mal das Mailprogramm aus, konzentrier dich so auf wesentliche Aufgaben. Ständig verbunden zu sein bedeutet, dass wir immer unterbrochen werden. Dass wir ständig das Gefühl haben, die neuesten Mails zu lesen und die darin enthaltenen Forderungen zu erfüllen. Es ist schwer, das Tempo zu verlangsamen, wenn wir ständig das Mailprogramm checken.

4. Fokussier und konzentrier dich auf die Menschen. Oft verbringen wir Zeit mit unserer Familie, unseren Freunden und Kollegen – und doch sind wir nicht echt bei und mit ihnen. Wir sprechen mit ihnen, sind aber abgelenkt z.B. durch iPhones oder Blackberrys. Wir sind da bei ihnen, doch unsere Gedanken sind bei unerledigten Aufgaben. Wir hören sie sprechen, doch in Wirklichkeit denken wir über uns selbst nach und was wir sagen wollen. Keiner von uns ist immun dagegen, doch mit einer bewussten Anstrengung kann ich den Rest der Welt abschalten und ganz für meine Familie da sein. Das bedeutet, dass auch eine kurze Zeit mit meiner Familie eine intensive Zeit sein kann. Die Zeit ist so einfach viel effizienter genutzt. Es bedeutet, dass wir mit Menschen so eine wirkliche Verbindung eingehen können.

5. Schätze die Natur. Viele von uns sind die ganze Zeit eingeschlossen. Eingeschlossen in unseren Wohnungen, im Auto und der Eisenbahn, in Büros… Viel zu selten sind wir in der freien Natur. Und auch wenn wir draussen sind: wir haben unserer Handys dabei oder denken an die nächste Toilette. Stattdessen geh hinaus, nimm einen tiefen Atemzug der frischen Luft und beobachte intensiv die Natur. Geniess die Ruhe des Wassers und der grünen Wiese, die Regentropfen auf dem Schirm oder den Sonnenschein in deinem Gesicht. Wenn du kannst, treib Sport wie Jogging, Biken oder Schwimmen. Fühl das Wasser und den Wind auf deiner Haut. Versuch dies täglich, allein oder mit deinen Liebsten.

6. Iss langsamer! Statt sich das Essen so schnell wie möglich in sich hineinzustopfen, lerne langsamer zu essen. Zu schnelles Essen führt zu Übergwicht und von Genuss keine Spur. Jeder Bissen soll bewusst gekaut werden. Fühle geniess die Kräuter oder die Aromas auf deiner Zunge. Langsam zu essen hat einen doppelten Vorteil: du verträgst es besser und es schmeckt auch besser. Ich empfehle, mehr sogenannt gesunde Nahrungsmittel zu essen und diese mit frischen Gewürzen. Verzichte auf Fast Food à la McDonalds…

7. Fahre langsamer! Schnelles Fahren ist eine ziemlich verbreitete Gewohnheit in unserer schnelllebigen Welt. Schnelles Fahren bedeutet aber auch Verkehrsunfälle, Stress und vergeudetes Benzin. Stattdessen mach es dir zur Gewohnheit, langsamer zu fahren. Geniess die Umgebung. Mach dir während der Fahr eine friedliche Zeit, versuch über dein Leben nachzudenken während der gemütlichen Fahrt. Das Fahren wird dir so mehr Spass bereiten – und es wird auch sicherer sein. Und im übrigen wirst du so weniger Energie (sprich Benzin) verbrauchen.

8. Erfreue dich an jeder Tätigkeit. Dies bedeutet, immer präsent und bewusst zu sein. Bei allem was du tust, tu es bewusst. Geniess jeden Aspekt der Tätigkeit und finde heraus, was dir Freude macht. Der Abwasch ist ein typisches Beispiel (für die, die keine Abwaschmaschine haben). Entweder du machst es schnell und hoffst, dass es bald vorbei sein wird. Oder aber, du empfindest etwas dabei: das warme Wasser, der Schaum in deinen Fingern, die verschiedenen Arten des Geschirrs… Auch dies kann eine Aufgabe sein, die Freude macht. Dasselbe gilt auch für viele andere – ungeliebte – Aufgaben wie zum Beispiel Auto waschen, Kehren, Staubwischen und vieles mehr. Das Leben kann soviel mehr Freude machen, wenn wir uns diese einfache Gewohnheit aneignen.

9. Single-Tasking. Das Gegenteil von Multi-Tasking. Konzentrier dich auf nur eine Sache zur selben Zeit. Wenn du das Bedürfnis hast, eine andere Aufgabe zu erledigen, nimm eine Auszeit, atme tief durch und lehn dich zurück.

10. Atme! Wenn du dich gestresst fühlst und das Gefühl hast, alles geht viel zu schnell, dann nimm einen tiefen Atemzug. Und ein paar Atemzüge mehr. Spür die Luft, die in deine Lungen kommt und fühl den Stress, der aus deinem Körper verschwindet. Wenn du dich voll auf jeden Atemzug konzentrierst, bringst du dich selbst in die Gegenwart zurück und du wirst langsamer. Es tut immer gut, ein oder zwei bewusste Atemzüge zu machen. Tu es jetzt und du wirst sehen, was ich meine :-) .

Adaptiert aus zenhabits.

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Mai 09

digikamera

Nehmen Sie die Flip-cam in die Hand, eine Kamera im Handy-Format! Als Teilnehmer der neu lancierten «Movie-Workshop» Gruppe können Sie ein Exemplar gratis ausleihen und mit nachhause nehmen!

Ziel der Workshop-Reihe ist ein Patientenmanifest mit Film-Elementen im Bereich der entzündlichen Darmerkrankungen. Interessiert?

Die SMCCV informiert die Öffentlichkeit immer wieder über Morbus Crohn / Colitis ulcerosa und sensibilisiert über die Bedürfnisse der Betroffenen. Hier wollen wir ansetzen: Um interessierten Personen, aber auch der breiteren Öffentlichkeit aufzuzeigen, was hinter entzündlichen Darmerkrankungen steckt, will eine Gruppe jüngerer und jung gebliebener Patienten aus dem Umfeld der SMCCV auch neue Medien nutzen. Konkret: die Flip cam, eine handliche Kamera in Handy-Grösse. Kurzfilme aus dem Alltag von Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sollen zeigen, was es bedeutet, an diesen Krankheiten zu leiden. Und was es braucht, damit wir von der Öffentlichkeit ernst genommen werden.

digikamera1


An einem bald stattfindenden ersten Workshop treffen sich Betroffene zum lockeren Zusammensein in einem Pub: Hier erhalten sie auch die Schulung mit der Flip cam sowie leihweise eine dieser handlichen Kameras zum anschliessenden Selber-Filmen. An weiteren Workshops werden die filmischen Impressionen rund um den Alltag mit Morbus Crohn / Colitis ulcerosa gesichtet und zusammengetragen. Aus all diesen Eindrücke soll Ende Jahr ein eigentliches Manifest aus filmischen Eindrücken, aber auch Forderungen an die Gesellschaft entstehen. Die Gruppe der Teilnehmer und die SMCCV werden gemeinsam bestimmen, welche filmischen Impressionen in welcher Form publiziert werden. Jeder Teilnehmer wird dabei das Recht haben, zu bestimmen, welche «Movies» nur für den kleinen Kreis der Workshop-Gruppe und welche für eine breitere Öffentlichkeit bestimmt sind.

digikamera2


Machen Sie mit? Gerne laden wir Sie ein zu einem ersten unverbindlichen Workshop-Treffen inklusive Kamera-Schulung, in einem lockeren Rahmen. Melden Sie sich noch in diesen Tagen bei der SMCCV!

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